Mit dem GeForce Experience Treiber kommt nun ein neues Aufnahmeprogramm für Games, nämlich ShadowPlay. Wo die Vorteile und Nachteile von diesem Recorder liegen, möchte ich euch in diesem Artikel erläutern.


GeForce ShadowPlay NvidiaEs gibt ja bereits einige kostenlose (z.B. MSIAfterburner) und kostenpflichtige (z.B. Fraps, Bandicam) Programme, mit denen man seine Spielerlebnisse aufzeichnen kann. Nun kommt auch Nvidia mit dem kostenlosen ShadowPlay in die Szene. Genau wie alle anderen Programme gibt es einige Besonderheiten und auch Nachteile. Angemerkt: Die Funktion befindet sich noch in einer Beta Phase, Änderungen/Verbesserungen sind also möglich.

 

Nur Nvidia

ShadowPlay ist im GeForce Experience Treiber enthalten. Genau hier kommen wir zum ersten Nachteil: Denn das Programm steht nur Usern zur Verfügung, die eine Nvidia Grafikkarte besitzen. Außerdem benötigt man mindestens eine GTX 650 mit einem Kepler-Chip. Desweiteren werden derzeit nur Desktop-PC’s unterstützt, also keine Mobilen Geräte.

 

Qualität

Die Qualität der Aufnahme ist hingegen aber ziemlich ordentlich (Achtung weiterlesen!). Die meiste Zeit hatte ich bei meinen Tests eine gute, vollkommen ausreichende Bildqualität. Und wenn ich sage „die meiste Zeit“, dann gibt es natürlich auch einige unerwünschte Ergebnisse. Im Spiel Day of Defeat: Source kam es zu einigen schwachen bis starken Bildhänger und verpixelten Ergebnissen. Bei Battlefield 4 hatte ich dagegen eher wenig Probleme. Aber wir behalten uns im Hinterkopf: Das Programm wird noch als Beta Status markiert.

 

Kein OpenGl, keine Desktopaufzeichnung

Leider werden nur Spiele mit DirektX9 oder höher unterstützt. OpenGL Spiele wie zum Beispiel Minecraft können nicht aufgenommen werden. Auch ist es nicht möglich seinen Desktop aufzunehmen, um zum Beispiel ein Tutorial außerhalb des Game Genre zu machen. Ein „rund-um-sorglos-Programm“ ist ShadowPlay also nicht.

 

Einstellungsmöglichkeiten

ShadowPlay speichert die Videodateien als .mp4 Datei mit 60FPS. Leider gibt es derzeit noch keine Einstellungsmöglichkeit um FPS oder genauere Bitraten festzulegen. Ich denke für viele Spiele sind keine 60 FPS nötig. Oft reichen auch 30-40 FPS, was zudem auch Platzsparender ist, zumal ich meine Videos später eh auf 30 FPS runterkonvertiere und Youtube meines Wissens nach selbiges tut.

Folgende Einstellungsmöglichkeiten stehen uns zur Verfügung: Speicherpfad und Hotkey festlegen, Ort der Aufzeichnungsanzeige (oben rechts, unten links, usw.), Qualität (niedrig, mittel, hoch), Audio (Spielintern, +Mikro, Aus), sowie die Funktion der Hintergrundaufnahme und deren Dauer.

 

Die Hintergrundaufnahme

Die große Besonderheit von ShadowPlay ist die Funktion der Hintergrundaufnahme. Hier werden die letzten X-Minuten automatisch aufgenommen und per Hotkey (Standard Alt+F10) gespeichert. Habt ihr gerade den absoluten mega Trickshot eures Lebens gemacht und nicht auf „Aufnehmen“ gedrückt? Kein Problem! Einfach Alt+F10 drücken und die letzten 5 Minuten werden gespeichert. Vorausgesetzt ihr habt die Funktion aktiviert.

 

ShadowPlay Zusammenfassung

Vorteile

  • Hintergrundaufnahme
  • kostenlos
  • geringer Leistungsabfall (10% laut Nvidia)
  • gute Qualität
  • relativ geringer Platzverbrauch

Nachteile

  • mindestens eine GTX 650, demnach nur für Nvidia Karten
  • derzeit nur für Desktop PC’s
  • Nach eigenen Tests: Ab und zu schwache bis starke Bildfehler
  • nur grobe Einstellungsmöglichkeiten
  • keine OpenGL oder Desktop Unterstützung

 

ShadowPlay hat viel Potenzial. Für die Zukunft wünsche ich mir noch erweiterte Einstellungen und die Behebung der Bildfehler.

 

Video

Links

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