Wir prügeln uns durchs Seelenreich, helfen einem feigen Ork und suchen verzweifelt nach einem Schmelzofen. 2 Stunden lang habe ich ein Angezockt – Video aufgenommen um euch einen ersten Eindruck von The Elder Scrolls Online zu liefern.


The Elder Scrolls OnlineFür Rollenspiele typisch startet auch TESO ( andere Abkürung: ESO) mit einer Charaktererstellung. Dabei dürfen wir aus den bereits bekannten Rassen des The Elder Scrolls Universums auswählen. Jede Rasse gehört einer Fraktion an, für die wir im PVP kämpfen und die unsere Startposition bestimmt, sowie ein paar besondere Eigenschaften bietet. Dies kennt man ja bereits aus anderen Spielen im MMO Bereich.

Wir erwachen in einem Gefängnis eines Seelenreiches. Dort scheint gerade ein großer Ausbruch stattzufinden, dem wir uns natürlich anschließen wollen. Doch zuvor erscheint uns „Der Prophet“ in einer Geisterform. Dieser gibt uns den Auftrag eine Frau zu finden, die ihn aus seinen Gefängnis befreien soll. Es erklärt sich von selbst, dass wir der Lady dabei helfen. Der Weg zum Ende des „Tutoriallevel“ erweist sich als nicht allzu schwierig und ist, wie auch in den Offline – Titeln, mehr ein notwendiges Übel.

Als ich zum ersten Mal in The Elder Scrolls Online die Sonne erblickte, war dies einfach ein WoW-Effekt. Auf höchster Grafikeinstellung kann man sich gern in die Atmosphäre der Welt verlieren. Es wirkt alles stimmig und sinnvoll platziert. Zumindest in dem Startgebiet, von späteren Orten der Welt kann ich noch nicht berichten.

Vom Abenteuerdrang gepackt, erkunde ich erstmal das Gebiet rings um die Stadt. Dabei finde ich ein bisschen Eisenerz, entdecke schöne Orte und Ruinen und bekämpfe ein paar Bestien. Die Kämpfe erweisen sich als dynamisch und kommen den Singleplayerkämpfen recht nahe. Allerdings merkt man einige Unterschiede. Es fühlt sich nicht ganz so frei an, was wohl einfach an der MMO Umsetzung liegt. Außerdem trifft mich ein Gegner im Nahkampf auch noch bei Entfernung. Da sich The Elder Scrolls Online noch in der Beta befindet, kann man solche Fehler verzeihen. Desweiteren kam es mir vor, als ob magische Fähigkeiten bei weitem stärker sind als physische Fähigkeiten. Hier muss noch mehr Balancing her.

Nach meiner freien Tour widme ich mich auch den Quests. Als erstes soll ich einem Ork helfen, eine Bestie zu besiegen. Da dieser aber ein ziemlicher Feigling ist, rennt er weg als die Riesenschlange auftaucht. In einer anderen Quest soll ich einem Gelehrten helfen in eine Zwergenruine zu kommen. Dafür soll ich ihm zuerst 2 Kristalle bringen und später soll ich wieder 2 Geräte aktivieren. Das ist zwar nicht sehr spannend, aber im Groben und Ganzen sind die Quests gut verpackt, dass die Geschehnisse an sich spannend sind, wenn auch nicht die einzelnen Questziele. Was dabei aber noch zu erwähnen ist: Ich hatte nie das Gefühl, dass ich jetzt Quests erfüllen MUSS. Es war mehr eine schöne Abwechslung, die ich gern neben dem Erkunden der Welt getätigt habe.

 

Fazit zu The Elder Scolls Online

positiv

  • tolle Atmosphäre und schöne Grafik auf hohen Einstellungen
  • Kämpfe machen Spaß
  • Quests sind gut verpackt – bleiben trotz teilweise simplen Aufgaben spannend
  • kein „Ich MUSS jetzt Quests erfüllen um zu leveln“ – Gefühl
  • gelungener Kompromiss zwischen einem Offline-TES und einem MMO

 

negativ

  • MMO typische Schwächen
  • Noch kleine Probleme bei den Quests (man kann vom Questgeber die Quest (ohne Auswirkungen) mehrfach annehmen, unter bestimmten Ereignissen)
  • teilweise simple Questziele

Zusammenhängend kann man sagen, dass The Elder Scrolls Online ein gelungener Kompromiss zwischen einem MMO und einem Offline-TES ist. Beide Parteien können durchaus Spaß am Spiel haben. Letztendlich würde ich empfehlen, mal einen Blick in meine Videos zu werfen und es bestenfalls mal selbst zu spielen.

 

Video Teil 1

 

Links

Video Teil 1

Video Teil 2

Video Teil 3

Video Teil 4

TESO Website